DNN-Kunstauktion erbrachte knapp 13 000 Euro für die Aktion "Dresdner helfen Dresdnern"

Nach Abzug des Anteils der den Künstlern zusteht, bleibt ein Erlös von etwa mehr als 27 000 Euro. Zwei Drittel der Summe - das sind genau 12 704,07 Euro - werden nun auf das Konto der DNN-Aktion "Dresdner helfen Dresdnern überwiesen". Das übrige Drittel erhält der Verein "Freundeskreis Städtische Galerien Dresden - Atelierbegegnungen". Der Verein war wie bereits in den Vorjahren maßgeblich an der Organisation der Auktion und der Auswahl der Kunstwerke beteiligt.
Den höchsten Preis erzielte an diesem Abend das Ölgemälde "Herbstgarten" des Dresdner Künstlers Hubertus Giebe. Nach einer wahren Bieterschlacht fiel der Hammer bei 2100 Euro. Der Startpreis hatte bei 900 Euro gelegen. Hohe Preise erzielten auch die beiden Bilder "Feldrandgewächs" (600 Euro) und "Seitlicher Kopf Marc Chagall II" (1000 Euro) von Max Uhlig, Bernd Hahns "Gelb mit Rot" (1050 Euro) und Jan Brokofs "Stadtflucht" (1100 Euro). Bei dem "Winterabend an der Elbe" von Eberhard von der Erde traute Auktionator Gisbert Porstmann - der oberste Chef der Dresdner Museen hatte die Aufgabe am Pult in diesem Jahr wieder übernommen - zunächst seinen Augen nicht. Beim Aufruf des Ölbildes entdeckte er auf der Rückseite einen Akt. Trotz der "exklusiven Beigabe" fand sich nur ein Bieter. Mit 1400 Euro war das "Doppel" aber auch das zweithöchste Ergebnis des Abends.
Besondere Freude herrschte kurz vor Schluss bei einer Bieterin, die Werner Wittigs "Sommer" ersteigern konnte. Für 1000 Euro erhielt sie den Zuschlag für das Ölgemälde des Radebeuler Künstlers. Sie hätte nicht gedacht, dass das so einfach ist, tuschelte sie sichtlich zufrieden ihrem Begleiter zu. Sehr gefragt waren die Werke ehemaliger und aktueller Meisterschüler des Dresdner Kunstprofessors Ralf Kerbach. Die Hartnäckigkeit einzelner Bieter ließ die Preise für die Werke "Trident" und "Waschsalon" des jungen chinesischen Künstlers Rao Fu von jeweils 350 Euro auf 750 beziehungsweise 650 Euro in die Höhe schnellen. Das Ölportrait "Mädchen" der ebenfalls noch sehr jungen Künstlerin Anna Leonhardt erbrachte 500 Euro. "Floral" von Eckehard Fuchs startete mit 350 Euro und kostete seinen neuen Besitzer stolze 750 Euro. "So günstig kommt man selten zu einem Eckehard Fuchs", hatte Auktionator Porstmann noch im Vorfeld geworben. Möglicherweise hatten bei den Werken der Kerbach-Schüler einige neben der Kunst auch die spätere Rendite im Auge.
Kurios: Für die beiden Straßenschilder "Straße des kreativen Kapitals" und "Straße der Kapitalflucht" (beide starteten bei je 300 Euro) erwärmte sich ausgerechnet ein Vertreter der Sparkasse. 400 und 360 Euro waren ihm die Schilder, die einst zu einem Projekt der Künstlergemeinschaft "Reinigungsgesellschaft" gehörten, wert. Wo die Straßenschilder künftig den Weg weisen werden, blieb offen.
Kreatives Kapital kann auch Gutes bezwecken: Der Erlös der 14. DNN-Kunstauktion von knapp 13 000 Euro erfreute am Ende nicht nur Auktionator Gisbert Porstmann.Fotos (2): Dietrich Flechtner
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