Sächsische Premiere für Langzeit-Abnehmprogramm startet in Sachsen
Im April startet in Meißen die sächsische Premiere des Therapieprogramms "move & eat & more". Es soll stark übergewichtigen Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 18 Jahren beim Abnehmen helfen. Die Therapie bietet den Betreffenden eine speziell auf ihr Alter und ihr soziales Umfeld abgestimmte Lösung, um langfristig abzunehmen. Ein Jahr lang betreut ein Team aus Ernährungs- und Bewegungstherapeuten, Psychologen und Sozialtherapeuten sowie Ärzten die jungen Leute, um die Ernährung umzustellen, mehr Bewegung zu erreichen und das Selbstwertgefühl aufzubauen. "Eine Therapiegruppe wird die Zahl von zehn Teilnehmern nicht übersteigen, damit wir wirklich individuell auf jeden eingehen können", so Peggy Görldt, Staatlich anerkannte Diätassistenin. Sie betreibt seit 2008 in Meißen eine Diät- und Ernährungsberatung und ist die Organisatorin und Koordinatorin des Programms.
Entwickelt hat das seit dem Jahr 2000 die Pinneberger Diplom-Oecotrophologin Hanna-Kathrin Kraaibeek gemeinsam mit Wissenschaftlern, Medizinern, Ernährungsexperten und Psychologen. Prof. Joachim Westenhöfer sowie Sibylle Adam von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften begleiten wissenschaftlich das Programm. "move & eat & more" gibt es bislang in elf deutschen Städten. "Es ist von den Krankenkassen anerkannt, die den größten Teil der Kosten übernehmen", so Hanna-Kathrin Kraaibeek. Sie gründete 2009 eine GmbH und arbeitet bundesweit mit Kliniken, Reha-Zentren und Ernährungsberatern zusammen. "Ja, das interdisziplinäre Schulungsprogramm "move & eat & more" für übergewichtige Kinder und Jugendliche ist ein von den Spitzenverbänden der Krankenkasse anerkanntes Schulungsprogramm", bestätigte Hannelore Strobel, Pressesprecherin der AOK Plus, gegenüber DNN. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Programm ist eine Therapieempfehlung vom Arzt. "Er bewertet das Gewicht nach dem Body-Maß-Index und den Wachstumskurven und prüft, ob ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung vorliegt oder ob bereits Begleiterkrankungen entstanden sind", klärt Kraaibeek auf. Dann werde bei der Krankenkasse ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt. Wenn die Therapie genehmigt ist, müssten die Teilnehmer in der Regel etwa 119 Euro als Eigenanteil aufbringen.
Das Besondere an dem Programm ist nicht nur, dass man das Problem Übergewicht interdisziplinär angeht, sondern dass die ganze Familie einbezogen wird. "Die Eltern sind an verschiedenen Nachmittagen, an denen zum Beispiel gekocht wird, mit eingebunden, und müssen ihr Kind bei verschiedenen Maßnahmen unterstützen", erläutert Kraaibeek. Ein nachhaltiger Erfolg sei nur zu erreichen, wenn alle an einem Strang ziehen und die Familie gemeinsam ihr Ess- und Bewegungsverhalten ändere.
Catrin Steinbach
Kontakt: Diät- und Ernährungsberatung essthetik, Peggy Görlt, Niederauer Str. 15, 01662 Meißen, Tel.: 03521/7980537, www.neue-essthetik.de
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