Ministerium hält die Kündigung von Fabio Luisi für unwirksam
Zum Thema: |
Luisi hatte am Mittwoch seinen vorzeitigen Abgang aus Dresden verkündet. Die Nachricht an sich kam nicht überraschend, Zeitpunkt und Form sorgten jedoch für Verwunderung. Das Kunstministerium als Arbeitgeber erfuhr aus den Medien von der Entscheidung des italienischen Dirigenten; sein Orchester - die Staatskapelle Dresden - wurde auf einer Skandinavien-Tour in Kenntnis gesetzt. Als Grund nannte Luisi unter anderem unterschiedliche Auffassungen zu den künstlerischen Kompetenzen und letztendlich zur künstlerischen Ausrichtung der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Als Nachfolger Luisis im Amt des Chefdirigenten stand bereits Christian Thielemann fest. Er will sich in der kommenden Woche in Dresden präsentieren.
In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung äußerte sich Luisi erstmals selbst über die Vorgänge. Zuvor hatte er alles von seinem Hamburger Medienberater regeln lassen. Unter dem Titel Mich überrascht die Überraschung sagte Luisi auch, dass die Bühne nun den Anwälten gehöre. Die Semperoper sucht derweil nach einem Ersatz für anstehende Projekte. Ende Februar und Anfang März sollte Luisi in Dresden einen Ring-Zyklus leiten. Für April hatte er die musikalische Leitung der Oper Notre Dame von Franz Schmidt übernommen. Zudem standen noch Sinfoniekonzerte und eine Europa-Tour mit der Staatskapelle auf dem Programm.
dpa
|
|


