02.09.2010 20:03 Uhr
 

 

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Aktueller Kindergesundheitsbericht liegt vor: weniger Karies, mehr Impfungen

Antje Beier
Bohren soll bald der Vergangenheit angehören: Ein Kind auf dem Stuhl eines Leipziger Zahnarztes   Foto: Wolfgang Zeyen Zahnarztbesuch: Die Zahl der kariesfreien Kinderzähne in Dresden ist gestiegen. Dresden. Das Gesundheitsamt hat den neuen Bericht zur Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Dresden veröffentlicht. Darin wurden Daten des Schuljahres 2008/2009 vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst, der Jugendzahnklinik und von Familien- und Drogenberatungsstellen ausgewertet. Erstmals in diesem Jahr werden die Daten des Berichts stadtteilbezogen dargestellt, teilt die Stadt mit.

Von den Jugendzahnärzten wurden 38.000 Kinder untersucht, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von sechs Prozent. Fast 60 Prozent der Sechsjährigen hatten ein kariesfreies Gebiss. Das bedeutet einen Anstieg zum letzten Bericht um zwei Prozentpunkte. Die Schuleingangsuntersuchung 2008 brachte hervor, dass jeder siebte Schulanfänger untergewichtig war, aber nur jeder 21. übergewichtig. Bei Untersuchungen jüngerer Kinder überwogen Sprachauffälligkeiten und Motorikstörungen, bei älteren Kindern und Jugendlichen dagegen Sehstörungen, Allergien sowie Erkrankungen des Haltungs - und Bewegungsapparates.

Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Impfungen gegen Pneumokokken bei den Vierjährigen auf 70,7 Prozent. Nach Meinung der Stadt ist dies auf die Kostenübernahme der Schutzimpfung durch die Krankenkassen 2006 zurückzuführen.

zum Thema Zum aktuellen Kindergesundheitsbericht der Stadt Dresden Die Empfehlungen zur Rückstellung von Schulanfängern stiegen im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt auf knapp fünf Prozent an. Jungen sind von einer Rückstellungs- oder Sonderschulempfehlung häufiger betroffen als Mädchen.

Bei den Beratungsstellen blieb die Anzahl der betreuten Klienten stabil. Bei 49 Prozent der Fälle lag eine Trennungssituation im Elternhaus vor. Aus den Fallzahlen der Drogenberatungsstellen geht hervor, dass drei Viertel der Klienten männlich war, die Anzahl der Betreuten insgesamt aber nur leicht anstieg.

Die Gesundheitsberichterstattung (GBE) als Aufgabe des öffentlichen Gesundheitsdienstes dient der Beschreibung und Bewertung der regionalen Gesundheitslage sowie dem Vergleich zwischen Gesundheitsproblemen und der Versorgungslage. Aus der Berichterstattung werden Handlungsziele abgeleitet, teilt die Stadt mit. So solle mit der vom Gesundheitsamt begleiteten Aktion „Gesunde Brotdose" die Ernährung der Schüler verbessert werden.

 


 

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