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Viele Betriebe suchen noch Azubis – Auch in gefragten Branchen sind noch Stellen frei
sl / dpa
Dresden. Kurz vor dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres
haben viele Betriebe noch keine Auszubildenden gefunden. So meldet die IHK
Dresden neben 2375 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen mehr als 300 freie Stellen.
Ähnlich ist die Situation auch im Dresdner Handwerk. So sei beispielsweise der
Frisörberuf momentan stark nachgefragt, stünde auf Platz zwei der sächsischen
Rangliste.
Trotzdem vermeldet Karl-Heinz Herfort, Hauptabteilungsleiter
Berufsbildung bei der Handwerkskammer Dresden momentan noch 15 offene Ausbildungsplätze
in der Lehrstellenbörse.
Die Ausbilder stehen dabei vor zwei Problemen. So sinke
durch den Geburtenrückgang die Zahl der Jugendlichen. Es stehen also weniger
potenzielle Azubis bereit. Neben der demografischen Entwicklung sei aber auch
die mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher dafür verantwortlich, dass
Stellen unbesetzt blieben. Viele Unternehmen machten zwar schon Abstriche, in
den meisten Fällen habe es aber einfach keinen Sinn, aus der Not heraus einen ungeeigneten
Bewerber zu nehmen.
Annett Dietze, Geschäftsführende Vorsitzende eines Dresdner Friseursalons,
berichtet zwar von 60 Bewerbungen. Viele Interessenten hätten aber schlechte
Zensuren, gerade in Fächern wie Biologie und Chemie, die für einen Frisör
wichtig seien. So gebe es auch in ihrem Salon wenige Tage vor Beginn des neuen
Lehrjahres mehrere offene Azubi-Stellen.
© DNN-Online, 26.07.2010, 11:11 Uhr