Bildung
Dresdner Studenten protestieren in Leipzig gegen Kürzungen im Bildungsbereich
Dresden/Leipzig. Sachsens Studenten sind am Montag in Leipzig gegen Kürzungen in den Hochschuletats auf die Straße gegangen. Rund 4000 Studierende waren nach Angabe von Daniel Rehda, dem Geschäftsführer Hochschulpolitik im Studentenrat (Stura) Dresden auf dem Augustusplatz zusammengekommen, darunter auch rund 200 aus der Landeshauptstadt.
Unter dem Motto „Kürzer geht nicht" protestierten sie gegen den nach ihrer Meinung zu harten Sparkurs bei der Wissenschaft. „Wir haben in Sachsen derzeit eine Studierendenschwemme", sagte der Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, Michael Moschke. Bis 2020 sei der Abbau von 1000 Stellen geplant. Es gebe immer weniger Stellen bei immer mehr Studenten. Das müsse gestoppt werden, „damit wir wenigstens den Status quo behalten", sagte Moschke.
An der TU Dresden fallen laut Daniel Rehda mindestens 300 Stellen weg. Sollte die Uni es nicht schaffen, im laufenden Exzellenz-Wettbewerb zu bestehen, seien weitere 260 Stellen in Gefahr, so Rehda gegenüber DNN-Online. Dies geschehe bei aktuell steigenden Studierendenzahlen. Allein im aktuellen Wintersemester immatrikulierte die TU Dresden mit rund 9.000 neue Studenten rund 1200 „Erstis" mehr, als noch im Wintersemester 2010/2011. Zudem gebe es immer weniger finanzielle Unterstützung. Die TU habe daher schon im Vorjahr die von den Studenten zu zahlenden Beiträge anheben müssen.
Unterstützung kam von der Opposition im sächsischen Landtag. Der Sprecher der Landtagsfraktion für Hochschule und Wissenschaft in der SPD, Holger Mann, forderte die Aussetzung der Stellenstreichungen bis 2015. Seine Fraktion habe am Montag einen entsprechen Antrag zur künftigen Hochschulentwicklungsplanung eingebracht.
"Der Protest der Studierenden gegen die Streichung von über 1000 Stellen bis 2020 hat unsere volle Unterstützung", sagte auch der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Karl-Heinz Gerstenberg. „ Schon jetzt ist die Grundausstattung der sächsischen Hochschulen miserabel. Mit unserem alternativen Hochschulentwicklungsplan haben wir gezeigt, dass wir mit einer Beibehaltung der Stellen- und Finanzausstattung von derzeit dürftigen 6100 Euro Grundfinanzierung je Studierenden mittelfristig zumindest auf den Bundesschnitt von 7300 Euro kommen können. Ziel muss es sein, wie Bayern oder Baden-Württemberg 8000 Euro je Studierenden zu erreichen."
Auch die Linke solidarisierte sich mit den Studierendenprotesten. Statt einer Differenzierung in Elite- und Massehochschulen voranzutreiben, solle der Freistaat eine regional ausgewogene Hochschulfinanzierung in der Fläche gewährleisten, forderte der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion, Gerhard Besier.
Unter dem Motto „Kürzer geht nicht" protestierten sie gegen den nach ihrer Meinung zu harten Sparkurs bei der Wissenschaft. „Wir haben in Sachsen derzeit eine Studierendenschwemme", sagte der Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, Michael Moschke. Bis 2020 sei der Abbau von 1000 Stellen geplant. Es gebe immer weniger Stellen bei immer mehr Studenten. Das müsse gestoppt werden, „damit wir wenigstens den Status quo behalten", sagte Moschke.
An der TU Dresden fallen laut Daniel Rehda mindestens 300 Stellen weg. Sollte die Uni es nicht schaffen, im laufenden Exzellenz-Wettbewerb zu bestehen, seien weitere 260 Stellen in Gefahr, so Rehda gegenüber DNN-Online. Dies geschehe bei aktuell steigenden Studierendenzahlen. Allein im aktuellen Wintersemester immatrikulierte die TU Dresden mit rund 9.000 neue Studenten rund 1200 „Erstis" mehr, als noch im Wintersemester 2010/2011. Zudem gebe es immer weniger finanzielle Unterstützung. Die TU habe daher schon im Vorjahr die von den Studenten zu zahlenden Beiträge anheben müssen.
Unterstützung kam von der Opposition im sächsischen Landtag. Der Sprecher der Landtagsfraktion für Hochschule und Wissenschaft in der SPD, Holger Mann, forderte die Aussetzung der Stellenstreichungen bis 2015. Seine Fraktion habe am Montag einen entsprechen Antrag zur künftigen Hochschulentwicklungsplanung eingebracht.
"Der Protest der Studierenden gegen die Streichung von über 1000 Stellen bis 2020 hat unsere volle Unterstützung", sagte auch der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Karl-Heinz Gerstenberg. „ Schon jetzt ist die Grundausstattung der sächsischen Hochschulen miserabel. Mit unserem alternativen Hochschulentwicklungsplan haben wir gezeigt, dass wir mit einer Beibehaltung der Stellen- und Finanzausstattung von derzeit dürftigen 6100 Euro Grundfinanzierung je Studierenden mittelfristig zumindest auf den Bundesschnitt von 7300 Euro kommen können. Ziel muss es sein, wie Bayern oder Baden-Württemberg 8000 Euro je Studierenden zu erreichen."
Auch die Linke solidarisierte sich mit den Studierendenprotesten. Statt einer Differenzierung in Elite- und Massehochschulen voranzutreiben, solle der Freistaat eine regional ausgewogene Hochschulfinanzierung in der Fläche gewährleisten, forderte der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion, Gerhard Besier.
© DNN-Online, 14.11.2011, 14:00 Uhr
Social Bookmarks:
Events
-
10.03.12 | Dresden | Dresdner Pianosalon im Coselpalais
- Oper mal anders - Rigoletto
-
28.04.12 | Dresden | Dresdner Pianosalon im Coselpalais
- Oper mal anders - Salome
-
19.05.12 | Dresden | Dresdner Pianosalon im Coselpalais
- Oper mal anders - Titus
-
25.05.12 | Dresden | Katys Garage
- Studententag mit DeeJayReeDoo und Spunky Head
-
08.06.12 | Dresden | Fahrenheit 100
- La Danse - Open Air Dapayk Live!
Mehr Events
Oops die Fehlerbox
Ihre Meinung ist uns wichtig
Sollten Sie einen Fehler gefunden oder eine Anmerkung für uns haben, sind wir dankbar für alle Hinweise. Schicken Sie uns eine E-Mail an:
desk@dnn-online.de



