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Dresdner Centrum-Galerie wird großflächig umgebaut – Arbeiten werden ein Jahr dauern

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  • Mit schwerem Gerät wird in der Centrum-Galerie gerade eine Brücke zwischen den Ladenzeilen herausgebrochen.
    Foto: Stephan Lohse
    Mit schwerem Gerät wird in der Centrum-Galerie gerade eine Brücke zwischen den Ladenzeilen herausgebrochen.
Dresden. In der Dresdner Centrum-Galerie an der Prager Straße hat der Umbau jetzt voll begonnen. Seit einigen Tagen werden Teile des Betonfußbodens herausgesägt. Später werden Fahrstühle verlegt, Rolltreppen umgebaut und vieles mehr. Bis zum Herbst 2013 werden die Arbeiten insgesamt dauern, so Center-Manager Jan Harm.

Die Kunden sollen davon aber möglichst nichts merken. Daher sind die Baustellen abgeschlossen. Die Arbeiter werkeln abgeschottet durch Trennwände und Planen im Dunkeln. Zudem passieren alle lärmintensiven Arbeiten erst nach 22 Uhr und müssen 6 Uhr abgeschlossen sein. Während die übrig gebliebenen Läden offen haben, gibt es nur vorbereitende Arbeiten. Rund 27 Millionen Euro investiert das Unternehmen Corio in den Umbau des Hauses.



Der sei dringend nötig, so Corio-Manager Oliver Quint. Denn bisher kommen nur rund 25.000 Besucher in das Center. In der nahen Altmarkt-Galerie sind es doppelt so viele. Die Wunschzahlen nach dem Umbau gibt Jan Harm mit 30.000 Kunden pro Tag eher zurückhaltend an. Diese sollen dann aber möglichst mehr Geld im Haus lassen als bisher.

Dafür werden einige Fehlplanungen beseitigt. So werden die Aufzüge verlegt, im Erdgeschoss wird eine Brücke zwischen den beiden Ladenzeilen herausgerissen. Beide Maßnahmen sollen dazu dienen, dass die Kunden die Größe des Centers besser wahrnehmen können. Die Verbesserung der Sichtbeziehungen und die Erreichbarkeit der Geschosse stehen daher im Mittelpunkt der Neuplanungen. Im Obergeschoss werden die Pavillons beseitigt. Diese seien zwar eine tolle Idee gewesen, gibt Oliver Quint zu, hätten sich aber als völlig unpraktisch erwiesen. Die Ladenzeile dahinter sei zur toten Ecke verkommen. Im Obergeschoss soll stattdessen eine geschlossene Schaufensterfront entstehen, in der Kunden auf Wunsch sogar zwei Stockwerke erhalten. Zudem zieht die „Fressmeile“ vom Keller nach oben.

Im Untergeschoss entstehen dafür rund 6000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche, für die sich Corio bereits in Gesprächen mit potenziellen Ankermietern befinde. Für den neuen Platz verschwinden nicht nur die Fahrstühle, die in die bestehende Ladenfront integriert werden. Zudem werden im Erdgeschoss in der hinteren Center-Hälfte beide Ladenzeilen mit einer großen Fläche verbunden. Für die hat sich Corio zudem etwas Besonderes einfallen lassen: Auf 144 Quadratmetern sollen in der Höhe bewegliche Podeste ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Von der Konzertbühne bis zum Laufsteg lässt sich der Bereich dann verschiedenartig umbauen.

Im Sommer 2013 sollen die Arbeiten am Center selbst abgeschlossen sein, bis zum Herbst sind dann die Läden fertig eingerichtet, hofft Jan Harm. Es habe bereits viel positives Feedback gegeben, ergänzt Corio-Manager Quint: „Wir glauben an unser Konzept“, gibt er sich optimistisch.

© DNN-Online, 17.10.2012, 08:44 Uhr
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