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Polizei ermittelt gegen Zapfenstreich-Störer vom Dresdner Elbufer

dpa / Dominik Brüggemann

  • Mit einem Großen Zapfenstreich am Dresdner Elbufer hat die Bundeswehr am 22. November 2010 “20 Jahre Armee der Einheit“ gefeiert.
    Mit einem Großen Zapfenstreich am Dresdner Elbufer hat die Bundeswehr am 22. November 2010 “20 Jahre Armee der Einheit“ gefeiert.
Dresden. Die Dresdner Polizei ermittelt gegen mehrere Demonstranten, die den Großen Zapfenstreich der Bundeswehr am Montagabend am Elbufer gestört haben sollen. Die Beamten hätten zahlreiche Personalien aufgenommen, Festnahmen habe es aber nicht gegeben, sagte eine Sprecherin am Dienstagmorgen. Die Bundeswehr-Gegner hatten unter anderem versucht, den Zapfenstreich zum Jubiläum „20 Jahre Armee der Einheit" mit einem Lautsprecherwagen zu stören.

Durch das laute Abspielen einer Rede aus dem Jahr 1943 störten zwei Männer im Alter von 32 und 39 die Veranstaltung gegen 20.30 Uhr. Herbeigeeilte Beamte stellten den Tonträger sicher und nahmen die Daten der Leute auf. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts des Verbreitens von Propagandamittel verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

Vor Beginn des Zapfenstreiches hatten sich am Neustädter Markt rund 70 Personen zu einer Spontankundgebung versammelt. Nach der Kundgebung verließen sie den Ort. Rund 40 Personen befanden sich gegen 20 Uhr auf der Augustusbrücke. Ein Plakat, das sich gegen die Veranstaltung richtete, wurde von der Polizei beschlagnahmt. Bereits am Nachmittag hatten Beamte ein Plakat an der Brühlschen Terrasse sichergestellt.

Insgesamt erteilten die Polizisten an dem Abend 69 Platzverweise und nahmen die Personalien von 41 Personen auf.

© DNN-Online, 23.11.2010, 10:10 Uhr
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