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Dresdner wollen keinen modernen Neubau an der Hauptstraße
Eine knappe Mehrheit der Dresdner wünscht sich anstelle der maroden Plattenbauten auf der Hauptstraße ein Gebäude im barocken Stil. Im aktuellen DNN-Barometer, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 505 Menschen befragte, sprachen sich 43 Prozent für diese Variante aus. Dagegen ist 39 Prozent der Befragten ein moderner Bau an dieser Stelle wichtig.
Überraschend ist das Ergebnis mit Blick auf die unterschiedlichen Altersgruppen. Während bei den 18- bis 24-Jährigen eine klare Mehrheit von 60 Prozent ein barockes Gebäude favorisiert, ist bei den über 60-Jährigen der moderne Bau erste Wahl (46 Prozent, nur 40 Prozent stimmten für Barock). Ungeachtet des Alters entschieden sich die befragten Frauen stärker für die historische Variante und die Männer eher für die moderne.
Über die künftige Bebauung des Grundstücks an der Hauptstraße 5 bis 7a ist vor einigen Monaten ein heftiger Streit entbrannt. Der Investor Florana aus Weimar will anstelle der alten Platte für mehr als zehn Millionen Euro 39Mietwohnungen mit Loggien und Balkonen, eine Tiefgarage, ein Café und verschiedene Geschäfte errichten. Das Problem: der moderne Entwurf für den Neubau des Dresdner Architekturbüros "Knerer und Lang", der verschiedene Kritiker auf den Plan rief. Allen voran: die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND).
Deren Vorstände Birgit Lucas, Torsten Kulke und Philipp Maass sprechen von "unansehnlicher Kistenarchitektur" und fordern einen attraktiven Eingangsbereich, der vom Neustädter Brückenkopf aus den Charakter des Viertels betont. Aus Sicht von Prof.Thomas Knerer ist diese Kritik nicht sachlich. Er verteidigt seinen modernen Entwurf. "Im Bereich der Heinrichstraße nimmt das Gebäude die Höhen und Proportionen der bestehenden barocken Häuser, also die Sockelzonen, Fenster, Gesimse, Höhen und Größenverhältnisse der einzelnen Stockwerke auf und verknüpft diese mit der Gegenwartsarchitektur", sagt er. "Das Gebäude Hauptstraße Nummer 7 orientiert sich hinsichtlich der Fassadenaufteilung, der Proportion und der Anmutung wiederum an den Fassaden der Handwerkerpassage. Teil des Projekts ist auch die schon länger geplante Öffnung der Heinrichstraße, um einen Zugang zu den Läden in der Rähnitzgasse in Richtung Königstraße zu schaffen. Bei der Gesellschaft Historischer Neumarkt hat sich eigenen Angaben zufolge im Februar ein Investor gemeldet, der das Grundstück im barocken Stil bebauen würde.
Über die künftige Bebauung des Grundstücks an der Hauptstraße 5 bis 7a ist vor einigen Monaten ein heftiger Streit entbrannt. Der Investor Florana aus Weimar will anstelle der alten Platte für mehr als zehn Millionen Euro 39Mietwohnungen mit Loggien und Balkonen, eine Tiefgarage, ein Café und verschiedene Geschäfte errichten. Das Problem: der moderne Entwurf für den Neubau des Dresdner Architekturbüros "Knerer und Lang", der verschiedene Kritiker auf den Plan rief. Allen voran: die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND).
Deren Vorstände Birgit Lucas, Torsten Kulke und Philipp Maass sprechen von "unansehnlicher Kistenarchitektur" und fordern einen attraktiven Eingangsbereich, der vom Neustädter Brückenkopf aus den Charakter des Viertels betont. Aus Sicht von Prof.Thomas Knerer ist diese Kritik nicht sachlich. Er verteidigt seinen modernen Entwurf. "Im Bereich der Heinrichstraße nimmt das Gebäude die Höhen und Proportionen der bestehenden barocken Häuser, also die Sockelzonen, Fenster, Gesimse, Höhen und Größenverhältnisse der einzelnen Stockwerke auf und verknüpft diese mit der Gegenwartsarchitektur", sagt er. "Das Gebäude Hauptstraße Nummer 7 orientiert sich hinsichtlich der Fassadenaufteilung, der Proportion und der Anmutung wiederum an den Fassaden der Handwerkerpassage. Teil des Projekts ist auch die schon länger geplante Öffnung der Heinrichstraße, um einen Zugang zu den Läden in der Rähnitzgasse in Richtung Königstraße zu schaffen. Bei der Gesellschaft Historischer Neumarkt hat sich eigenen Angaben zufolge im Februar ein Investor gemeldet, der das Grundstück im barocken Stil bebauen würde.
© DNN-Online, 09.06.2010, 09:52 Uhr
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