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Osloer Bahnhof nach Bombenalarm wieder offen - Polizei zündet Sprengstoff auf Breiviks Farm
Oslo. Der teilweise geräumte Bahnhof der norwegischen Hauptstadt Oslo ist nach der Durchsuchung eines verdächtigen Koffers wieder freigegeben. Das berichtete die Nachrichtenagentur NTB am Mittwoch unter Berufung auf Polizeiangaben. Im Berufsverkehr am Bahnhof hatte ein Buspassagier einen herrenlosen Koffer entdeckt, worauf der Fahrer die Polizei alarmierte. Der Inhalt erwies sich als harmlos.
Am Freitagnachmittag war im Osloer Regierungsviertel eine Bombe explodiert. Acht Menschen starben. Danach tötete der rechtsradikale Attentäter Anders Behring Breivik auf der Insel Utøya mindestens 68 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers.
Die norwegische Polizei hat am Dienstag auf dem Bauernhof des mutmaßlichen Massenmörders Sprengstoff kontrolliert zur Explosion gebracht. Wie norwegische Medien am Abend berichteten, konnte eine Behördensprecherin nicht sagen, um was für einen Sprengstoff es sich gehandelt habe. Die Farm rund 160 Kilometer nördlich von Oslo sei von Breivik angemietet gewesen.
Die Ermittler gehen weiter mit Hochdruck der Frage nach, ob Attentäter Anders Behring Breivik nicht doch Helfer hatte. Offen ist auch, ob der 32-Jährige zu rechtsextremistischen Gruppen im Ausland welche Verbindungen unterhielt.
Für Aussagen über angebliche Mittäter stellt der inhaftierte Massenmörder offenbar Forderungen an die Polizei. „Es waren verschiedene Forderungen. Einige dieser Forderungen konnten wir ganz unmöglich erfüllen“, sagte der Sprecher der Osloer Kriminalpolizei, Pål Hjort Kraby, am Abend in der Online-Ausgabe der Zeitung „Verdens Gang“. Nach unbestätigten Medienangaben soll er etwa Zugang zu einem eigenen Computer mit dem von ihm verfassten, 1500 Seiten umfassenden „Manifest“ sowie dem Online-Lexikon Wikipedia verlangt haben.
Weil die Polizei einen Selbstmordversuch befürchtet, steht Breivik im Gefängnis unter permanenter Beobachtung. „Der Inhaftierte wird mit Blick auf einen möglichen Selbstmord kontinuierlich überwacht“, sagte der Osloer Kriposprecher Pål Hjort Kraby im Fernsehsender TV2.
Die norwegische Polizei begann am Dienstag damit, die Namen von Opfern der Terroranschläge zu veröffentlichen. Sie will Namen aller mindestens 76 Toten nach und nach bekanntgeben, sobald sie identifiziert und die Angehörigen unterrichtet sind.
Breiviks Verteidiger will auf fehlende Zurechnungsfähigkeit seines Mandanten plädieren. „Die ganze Sache deutet darauf hin, dass er geisteskrank ist.“ Der 32-Jährige glaube, er befinde sich in einem Krieg, schilderte sein Anwalt Geir Lippestad. „Und wenn du in einem Krieg bist, kannst du Dinge wie diese machen“, erläuterte er die Sicht seines Mandanten. Der Attentäter habe kein Mitgefühl mit den Opfern.
Breivik hatte die Anschläge gestanden, aber auf nicht schuldig plädiert. Noch in dieser Woche sollen zwei Rechtspsychiater benannt werden, um seine Zurechnungsfähigkeit zu untersuchen.
Die Staatsanwaltschaft bereitet eine Anklageerhebung entweder nach dem Terror-Paragrafen oder wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Die Maximalstrafe beträgt im ersten Fall 21 und im zweiten 30 Jahre Haft. Fristen für eine Anklageerhebung oder den Prozess haben die Behörden in Oslo nicht genannt.
Am Freitagnachmittag war im Osloer Regierungsviertel eine Bombe explodiert. Acht Menschen starben. Danach tötete der rechtsradikale Attentäter Anders Behring Breivik auf der Insel Utøya mindestens 68 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers.
Die norwegische Polizei hat am Dienstag auf dem Bauernhof des mutmaßlichen Massenmörders Sprengstoff kontrolliert zur Explosion gebracht. Wie norwegische Medien am Abend berichteten, konnte eine Behördensprecherin nicht sagen, um was für einen Sprengstoff es sich gehandelt habe. Die Farm rund 160 Kilometer nördlich von Oslo sei von Breivik angemietet gewesen.
Die Ermittler gehen weiter mit Hochdruck der Frage nach, ob Attentäter Anders Behring Breivik nicht doch Helfer hatte. Offen ist auch, ob der 32-Jährige zu rechtsextremistischen Gruppen im Ausland welche Verbindungen unterhielt.
Für Aussagen über angebliche Mittäter stellt der inhaftierte Massenmörder offenbar Forderungen an die Polizei. „Es waren verschiedene Forderungen. Einige dieser Forderungen konnten wir ganz unmöglich erfüllen“, sagte der Sprecher der Osloer Kriminalpolizei, Pål Hjort Kraby, am Abend in der Online-Ausgabe der Zeitung „Verdens Gang“. Nach unbestätigten Medienangaben soll er etwa Zugang zu einem eigenen Computer mit dem von ihm verfassten, 1500 Seiten umfassenden „Manifest“ sowie dem Online-Lexikon Wikipedia verlangt haben.
Weil die Polizei einen Selbstmordversuch befürchtet, steht Breivik im Gefängnis unter permanenter Beobachtung. „Der Inhaftierte wird mit Blick auf einen möglichen Selbstmord kontinuierlich überwacht“, sagte der Osloer Kriposprecher Pål Hjort Kraby im Fernsehsender TV2.
Die norwegische Polizei begann am Dienstag damit, die Namen von Opfern der Terroranschläge zu veröffentlichen. Sie will Namen aller mindestens 76 Toten nach und nach bekanntgeben, sobald sie identifiziert und die Angehörigen unterrichtet sind.
Breivik hatte die Anschläge gestanden, aber auf nicht schuldig plädiert. Noch in dieser Woche sollen zwei Rechtspsychiater benannt werden, um seine Zurechnungsfähigkeit zu untersuchen.
Die Staatsanwaltschaft bereitet eine Anklageerhebung entweder nach dem Terror-Paragrafen oder wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Die Maximalstrafe beträgt im ersten Fall 21 und im zweiten 30 Jahre Haft. Fristen für eine Anklageerhebung oder den Prozess haben die Behörden in Oslo nicht genannt.
© DNN-Online, 27.07.2011, 10:57 Uhr
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