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„Fauleier“ mit blau-grauem Anstrich - Ab Ende November soll die Gasproduktion starten

Benjamin Winkler

  • Das erste „Riesen-Ei“ der neuen Klärschlamm-Behandlungsanlage in Dresden-Kaditz steht kurz vor der Vollendung und hat einen blau-grauen Anstrich erhalten. Der zweite Faulturm ist derzeit noch eingerüstet.
    Foto: JrgenM Schulter
    Das erste „Riesen-Ei“ der neuen Klärschlamm-Behandlungsanlage in Dresden-Kaditz steht kurz vor der Vollendung und hat einen blau-grauen Anstrich erhalten. Der zweite Faulturm ist derzeit noch eingerüstet.
Dresden. Als zukunftsweisende Technologie und markantes Wahrzeichen bezeichneten die Verantwortlichen der Stadtentwässerung Dresden GmbH (SEDD) die beiden eiförmigen Faultürme in Kaditz beim Baustart im Dezember 2008. Die Arbeiten an der neuen Klärschlamm-Behandlungsanlage gehen bald ihrem Ende entgegen. Bereits Ende November solle die Gasproduktion im ersten Turm starten, Anfang 2012 gehe das zweite „Faulei" ans Netz, erklärt SEDD-Pressesprecher Torsten Fiedler.

Die SEDD investiert rund 43 Millionen Euro in den Bau der neuen Anlage nördlich der Autobahn 4. Später soll hier mittels Methangas Elektro- und Wärmeenergie gewonnen werden. In direkter Nachbarschaft der Kaditzer Kläranlage entstehen neben den beiden Faultürmen zudem ein Gasbehälter mit 5000 Kubikmeter Inhalt sowie eine Faulgasreinigungs- und -verdichtungsanlage.

Auf dem Areal neben den beiden 35 Meter hohen „Riesen-Eiern" haben Arbeiter am Freitag vier Fertigbauelemente aufgestellt. In den nächsten Wochen würden hier die beiden Blockheizkraftwerke installiert werden, sagt Fiedler. Bei voller Leistung soll die Anlage jährlich rund 13.000 Megawattstunden Elektroenergie erzeugen - genug, um 12.000 Menschen mit Strom zu versorgen. Die gewonnene Energie wird jedoch komplett in das eigene Netz eingespeist, um etwa die Hälfte des Stromverbrauchs der Kaditzer Kläranlage zu decken, so Fiedler.

Der nördliche der beiden Türme ist mittlerweile - mit Ausnahme einiger weniger fehlender Anschlüsse - fertig und hat einen blau-grauen Anstrich erhalten. Am zweiten Faulturm sind die Arbeiten derzeit noch in vollem Gange. Einer Dichtheitsprüfung wurde der Turm bereits unterzogen. Nun ist er eingerüstet und bekommt in den nächsten Wochen seine Dämmung und seine endgültige Verkleidung.

Im Inneren des markanten Bauwerks werde zurzeit ein Gerüst aufgestellt, um einen überdimensionalen Schlammmischer zu montieren, sagt Fiedler. Am Mittwoch bringen Arbeiter dann einen 24 Tonnen schweren Laufsteg in Position, der die beiden Spitzen der „Fauleier" miteinander verbindet.

© DNN-Online, 07.08.2011, 12:06 Uhr
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