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Tiefe Löcher in der Bautzner Straße: Reparatur dauert bis Mittwoch

Christoph Springer

  • Die Wurzel allen Übels: Ein Loch in der Bautzner Straße.
    Foto: Sebastian Kahnert
    Die Wurzel allen Übels: Ein Loch in der Bautzner Straße.
Zwei Löcher haben sich aufgetan am Freitag auf der Bautzner Straße zwischen der Stolpener Straße und der Radeberger Straße. Tiefe Krater befanden sich darunter, eine Ausspülung und ein gemauerter Schacht, beide hochgefährlich für alle Fahrzeuge. Die Straße musste halbseitig gesperrt werden, die Bahnen der Linie 11 konnten gar nicht mehr fahren. Nun müssen die Schäden repariert werden. Frühestens am Montag, wahrscheinlich aber erst zur Wochenmitte werden diese Arbeiten beendet sein.

Bereits am frühen Abend war die Asphaltabsenkung neben den Straßenbahnschienen auf der stadtwärtigen Fahrspur zu sehen. „Ich bin gleich von der Straßenaufsicht unterrichtet worden“, sagte der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes Reinhard Koettnitz. Da umfuhren die Autos offenbar schon die tiefe Kuhle und rollten dabei auch über den Asphalt zwischen den Straßen-bahnschienen. Während der Asphalt an der Kuhle schließlich ganz einbrach und ein gefährliches Loch darunter zutage trat, riss zwischen den Gleisen unter dem Asphalt ein Betondeckel auf einem Schacht der Stadtentwässerung. Der Deckel zerbröselte unter der Last der Autos, die Teile stürzten schließlich in den Schacht und das zweite Loch tat sich auf.



Beim ersten Loch handelt es sich um eine Ausspülung, so Ralf Strothteicher, Leiter des technischen Bereichs bei der Stadtentwässerung. Irgendwoher sei Wasser gekommen, habe über Jahre das Erdreich abgetragen. Nun sei in der Sommerhitze der Asphalt aufgeweicht, eingebrochen und das Loch entstanden. Es war etwa 50 Zentimeter tief und unter dem Asphalt und den Schienen so lang, „dass man sich hineinlegen könnte“, beschrieb Strothteicher den Schaden.

Das zweite Loch zwischen den Schienen bildet ein Schacht, durch den Fachleute in den Untergrund steigen können. Dort befindet sich so etwas wie eine Weiche für die Wassermassen, die unterirdisch abgeleitet werden. Der Schacht ist mehr als 100 Jahre alt, der Deckel hat die Autolasten einfach nicht getragen.

Strothteicher geht davon aus, dass die Reparaturarbeiten bis zum Mittwoch dauern. Bis dahin können die Autos auf der „Bautzner“ an dieser Stelle nur landwärts fahren. In Richtung Innenstadt wurde eine Umleitung eingerichtet. Die Straßenbahnen der Linie 11 biegen an der Ecke Bautzner-/Rothenburger Straße ab und fahren zum Fetscherplatz. Zwischen der Neustadt und Bühlau fahren Busse als Schienenersatzverkehr.






© DNN-Online, 11.06.2010, 15:50 Uhr
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