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Schauspielhaus Dresden erneuert Technik für größeres Bühnenbild
Dresden. Druckkessel, Luftspeicher und viel Stahl: Wer die Bühnentechnik im Staatsschauspiel Dresden verstehen möchte, sollte in der Schule in Physik gut aufgepasst haben. In der diesjährigen Spielpause begannen in dem Haus die Arbeiten zur weiteren Modernisierung der Anlage. Der Leiter des Technischen Dienstes im Schauspielhaus, Roland Oertel, zeigte DNN-Online, wie der Stand der Arbeiten ist.
„Die Druckzentrale wird mit Luftspeichern erweitert, um die drei Podien der Untermaschine mit voller Nutzlast von etwa 25 Tonnen über vollen Hub von bis zu elf Metern heben zu können", erklärt er. Die Bühne des Schauspielhauses Dresden besteht aus der fast originalen Technik aus dem Jahr 1913, ergänzt mit moderner Steuerungstechnik. Momentan können die drei Podien der Untermaschine, jede etwa 17 mal 5,5 Meter groß, nur über eine begrenzte Höhe und mit begrenzter Last bewegt werden. „Der Gleichlauf von zwei oder gar drei Podien ist derzeit auch nur begrenzt in Zielhöhe und Last möglich", erklärt Oertel. Die erweiterten Speicher der Druckzentrale schaffen jetzt die Möglichkeit, alle drei Podien gekoppelt und vertikal von der Unterbühne bis auf Bühnenhöhe zu bewegen.
„Nach der Erweiterung der Druckspeicher werden die Grenzen für Bühnenbildaufbauten und die möglichen szenischen Verwandlungen deutlich erweitert", so der Leiter des Technischen Dienstes. Dieser künstlerische Aspekt stehe neben den logistischen Vorraussetzungen eines Repertoiretheaters im Vordergrund der Baumaßnahme.
Nach 2009 sei der Bedarf akut geworden, nachdem wiederholt Nutzlastgrenzen erreicht wurden. „Einigen Anforderungen von Regieteams nach szenischen Bühnenfahrten konnten wir nicht mehr gerecht werden", sagt Oertel. Im ersten Bauabschnitt in der Spielpause dieses Jahres erfolgte die komplizierte Anbindung der Leitungen in die alten Druckkessel. „Das sind Original - Kessel aus dem Jahr 1911", kommentiert Oertel, der seit 28 Jahren in dem Theaterhaus arbeitet. Die Maßnahme sei eine technische Höchstleistung gewesen, erzählt er weiter. Feuergeschweißte Stahlkessel mit 30 Millimeter dicken Wänden mussten millimetergenau durchbohrt werden, um absolut passgenaue Flansche zu montieren. „Das war ein schwieriges Unterfangen, was ständig unter aufmerksamer Beobachtung des TÜV stand", erinnert er sich.
Die Spielpausenabhängigen Arbeiten seien damit erledigt, die Bühnenmaschinerie ist wieder einsatzfähig. Rund 80.000 Euro haben die Arbeiten in der ersten von zwei Bauphasen gekostet. Im Januar gehen die Arbeiten voraussichtlich weiter. Insgesamt werden sich die Kosten für die Erweiterung der Druckspeicher auf rund 290.000 Euro belaufen. Bauherr ist der Freistaat Sachsen. Das Staatsschauspiel Dresden hofft auf eine Fertigstellung noch im ersten Quartal 2012.
„Die Druckzentrale wird mit Luftspeichern erweitert, um die drei Podien der Untermaschine mit voller Nutzlast von etwa 25 Tonnen über vollen Hub von bis zu elf Metern heben zu können", erklärt er. Die Bühne des Schauspielhauses Dresden besteht aus der fast originalen Technik aus dem Jahr 1913, ergänzt mit moderner Steuerungstechnik. Momentan können die drei Podien der Untermaschine, jede etwa 17 mal 5,5 Meter groß, nur über eine begrenzte Höhe und mit begrenzter Last bewegt werden. „Der Gleichlauf von zwei oder gar drei Podien ist derzeit auch nur begrenzt in Zielhöhe und Last möglich", erklärt Oertel. Die erweiterten Speicher der Druckzentrale schaffen jetzt die Möglichkeit, alle drei Podien gekoppelt und vertikal von der Unterbühne bis auf Bühnenhöhe zu bewegen.
„Nach der Erweiterung der Druckspeicher werden die Grenzen für Bühnenbildaufbauten und die möglichen szenischen Verwandlungen deutlich erweitert", so der Leiter des Technischen Dienstes. Dieser künstlerische Aspekt stehe neben den logistischen Vorraussetzungen eines Repertoiretheaters im Vordergrund der Baumaßnahme.
Nach 2009 sei der Bedarf akut geworden, nachdem wiederholt Nutzlastgrenzen erreicht wurden. „Einigen Anforderungen von Regieteams nach szenischen Bühnenfahrten konnten wir nicht mehr gerecht werden", sagt Oertel. Im ersten Bauabschnitt in der Spielpause dieses Jahres erfolgte die komplizierte Anbindung der Leitungen in die alten Druckkessel. „Das sind Original - Kessel aus dem Jahr 1911", kommentiert Oertel, der seit 28 Jahren in dem Theaterhaus arbeitet. Die Maßnahme sei eine technische Höchstleistung gewesen, erzählt er weiter. Feuergeschweißte Stahlkessel mit 30 Millimeter dicken Wänden mussten millimetergenau durchbohrt werden, um absolut passgenaue Flansche zu montieren. „Das war ein schwieriges Unterfangen, was ständig unter aufmerksamer Beobachtung des TÜV stand", erinnert er sich.
Die Spielpausenabhängigen Arbeiten seien damit erledigt, die Bühnenmaschinerie ist wieder einsatzfähig. Rund 80.000 Euro haben die Arbeiten in der ersten von zwei Bauphasen gekostet. Im Januar gehen die Arbeiten voraussichtlich weiter. Insgesamt werden sich die Kosten für die Erweiterung der Druckspeicher auf rund 290.000 Euro belaufen. Bauherr ist der Freistaat Sachsen. Das Staatsschauspiel Dresden hofft auf eine Fertigstellung noch im ersten Quartal 2012.
© DNN-Online, 15.09.2011, 15:52 Uhr
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