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Cool, albern, übertrieben: So finden Dresdner die WM-Fähnchen an Autos
Dresden. Derzeit flattern wieder überall Deutschland-Fähnchen. Auf Balkonen, an Fenstern, in den Auslagen der Geschäfte und natürlich auch an des Deutschen liebstem Kind, dem Auto. Während einige diese Beflaggung ziemlich albern finden, sind andere davon total begeistert. "Cool", findet es zum Beispiel der sechsjährige Tom. Geschichtsstudent Wolfgang Berthold meint, es sei leicht übertrieben, seinen Nationalstolz so zu zeigen. Da ist die 22-jährige Marlen Pfeiffer ganz anderer Meinung. „Geil, Selbermachen!", ist ihre kurze und prägnante Antwort.
Lehramtsstudent Toni Ali zufolge, sei es eine gute Sache, die keine politische Aussage beinhaltet. „Es ist vielmehr ein Symbol des Sports." Zwiegespalten ist Rolf Sterzel. Der 56-jährige Kutschenfahrer ist selber Fußballfan und meint, „dass es jeder selber wissen muss." An seiner Kutsche hat es allerdings keine Flagge. Obwohl sie dort keinen Schaden anrichten würde. Ganz im Gegensatz zu einem schnellfahrenden Auto. Bei höherem Tempo auf der Autobahn können die Fähnchen nämlich zu gefährlichen Geschossen werden, warnen Polizei und ADAC. „Bei Tempo 80 oder 90 müssen die Fahnen runter, sonst gehen sie fliegen", warnte ADAC-Sprecher Jürgen Grieving. Nachkommende Autos oder Motorradfahrer könnten getroffen werden. Einen deutlich erhöhten Spritverbrauch durch die Fähnchen sehe er nicht. „Wir gehen davon aus, dass das - wenn man damit durch die Stadt fährt - ein kaum spürbarer Anstieg im Verbrauch ist", sagte Grieving. „Ein offenes Fenster verursacht mehr Spritverbrauch." Fraglich ist, ob das Anbringen der Fähnchen am Auto streng genommen überhaupt legal sind. „Bei einer kritischen Prüfung könnte man auf die Idee kommen, dass es nicht zulässig ist", sagte der ADAC-Jurist Jost Kärger. „Die Tendenz geht aber in die Richtung, dass es toleriert wird." Nicht geduldet wird laut ADAC allerdings, wenn etwa eine großformatige Nationalflagge an einer langen Stange während der Fahrt aus dem Fenster gehalten wird. Auch Autokorsos sind an sich gar nicht erlaubt. Laut Paragraf 30 der Straßenverkehrsordnung ist laut ADAC unnötiger Lärm sowie unnützes Hin- und Herfahren verboten. Die Polizei drücke aber während der WM erfahrungsgemäß beide Augen zu. Auch beim Autokorso sei allerdings Alkohol tabu, unterstrich der Autoclub. Und auch für rote Ampeln gebe es im Korso keine Ausnahmen - rot bleibt rot, auch im schönsten Fußball-Feierrausch.
Für etliche Lacher sorgt eine E-Mail zum Thema, die derzeit in Deutschland verbreitet wird. "In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren. Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen - unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen - Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren." In der E-Mail wird dann auch gleich beschrieben, wie die Fahnen anzubringen sind: "Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein." Und es gibt auch Abstufungen: "Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen." Die E-Mail soll an Verkehrsteilnehmer weitergeleitet werden, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.
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Foto: Volkmar Heinz
Für etliche Lacher sorgt eine E-Mail zum Thema, die derzeit in Deutschland verbreitet wird. "In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren.
© DNN-Online, 16.06.2010, 14:27 Uhr
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