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Stadtverwaltung arbeitet an Lösung für Energieverbund-Arena - öffentliches Eislaufen nur noch im Freien

Jane Jannke/Stephan Lohse

Dresden. Die Situation in der Dresdner Energieverbund-Arena ist weiterhin angespannt. Wie die Stadtverwaltung am Donnerstagnachmittag mitteilte, tropft den zweiten Tag in Folge Wasser durch das Dach der großen Halle. In Anbetracht dessen, dass Teams mehrerer Vereine und Sportarten die Halle zu Trainingszwecken nutzen, hat die Stadt einen Notfallbelegungsplan erlassen. Zumindest die Trainingszeiten der Eislöwen und der deutschen Shorttrack-Nationalmannschaft sind gesichert.



Gutachter und Sachverständige beraten derzeit, wie eine dauerhafte Lösung aussehen könnte. Ebenfalls noch nicht klar ist, wie es zu den Rissen kommen konnte, durch die jetzt das Schmelzwasser in die Halle dringt. Positiv: Obwohl bereits Wasser in die Dämmung eingedrungen ist, ist die Standfestigkeit der Halle nicht beeinträchtigt.

Aufatmen heißt das zunächst für die Eishockey-Cracks der Dresdner Eislöwen sowie für die deutsche Shorttrack-Nationalmannschaft, die sich derzeit in Dresden auf die Weltmeisterschaften in Shanghai Anfang März vorbereitet. Zumindest ihre Trainingszeiten sind gesichert. Da der Wasserschaden nur die Eisarena betrifft, können die Trainingsaktivitäten auf die weiterhin intakte Trainingshalle verlegt werden. Dort jedoch tummeln sich nunmehr Shorttracker, Eisschnell- und Eiskunstläufer sowie Eishockeyspieler gleichzeitig.

Die Stadt hat entsprechend mit einem Notfallbelegungsplan reagiert. "Trainingseinschränkungen gibt es bei stark gefragten Eiszeiten zwischen 14.30 Uhr und 19.00 Uhr", so Stadtsprecherin Anke Hoffmann. Einzelne Trainingseinheiten im Eishockey (ausgenommen die Eislöwen) sowie im Eiskunstlauf hätten in Abstimmung mit den entsprechenden Teams abgesagt werden müssen, so Hoffmann.

"Die Stadt hat Prioritäten setzen müssen und hervorragend reagiert", kommentierte der Sprecher der deutschen Shorttrack-Nationalmannschaft, Miroslav Kulik, am Donnerstag auf Anfrage von DNN-Online. Das Nationalteam sei glücklicherweise gerade in Anbetracht der anstehenden Weltmeisterschaft Anfang März in Shanghai absolut ausreichend mit Trainingszeiten versorgt. Ungewiss sei allerdings die für Ende März geplante Deutsche Meisterschaft in der EnergieVerbund Arena: "Ob die wie geplant stattfinden kann, kann man heute noch nicht sagen", so Kulik. Man hoffe aber auf eine baldige Lösung des Problems, anderenfalls müsse über einen Ausweichort nachgedacht werden.

Auch bei den Eislöwen kann weiter voll trainiert werden. Schwierigkeiten gibt es dagegen bei den Spielen der zweiten Eishockey-Bundesliga. Das erste abgesagte Heimspiel wurde bereits neu terminiert. Die Partie gegen den ESV Kaufbeuren, die am Freitagabend stattfinden sollte, wird nun am 6. März um 20 Uhr nachgeholt, teilte der Zweitligist mit. Anders sieht das beim für kommenden Freitag angesetzten Spiel gegen Landshut aus. "Hier suchen wir momentan mit Hochdruck nach einer Lösung, gegebenenfalls müssen wir an einen anderen Spielort ausweichen", so Sprecher Andreas Rautert.

Da der Ausfall aufgrund höherer Gewalt erfolgte, seien eine Rückerstattung oder der Umtausch der Tickets ausgeschlossen, so Rautert. Eine Prognose, ab wann wieder Heimspiele stattfinden, wolle der Club nicht abgeben. Zudem sei auch die Geschäftsstelle durch den Wassereinbruch betroffen. „Die Dresdner Eislöwen arbeiten daran, die komplette Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen", heißt es.

© DNN-Online, 16.02.2012, 16:40 Uhr
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