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ESV Lok Pirna liefert im Freundschaftsspiel gegen HSV Hamburg „sensationelle Leistung" ab
Dresden. Auch wenn die Handballer des ESV Lok Pirna dem Bundesligisten aus Hamburg deutlich mit 25:42 (13:21) unterlagen: Am Ende gab es nur zufriedene Gesichter. Den knapp 2000 Zuschauern in der Dresdner Margon-Arena wurde am Freitagabend ein spannendes Testspiel geboten. Lok-Trainer Fritz Zenk war nach der Partie stolz, alle Ziele erreicht zu haben, die er sich mit seiner Mannschaft gesteckt hatte. „Wir wollten das Spiel genießen, mit weniger als 20 Toren verlieren und selbst mindestens 20 mal in den Kasten der Hamburger treffen." Außerdem habe man den deutschen Vizemeister wenigstens ein bisschen ärgern wollen. Dass das zumindest in der ersten Halbzeit gelungen ist, bestätigte auch der Trainer des deutschen Pokalsiegers und Bundesliga-Vizemeisters Martin Schwalb. „Pirna hat sehr gut gespielt und uns erste Schwachstellen in unserer Abwehr aufgezeigt." Aber bis zum Saisonstart würde das sitzen, ist sich der Coach sicher. Bis dahin habe dann auch Micheal Kraus Fuß gefasst, versprach der Trainer. Der Nationalspieler gehört seit einer Woche zur Mannschaft um Pascal Hens und Johannes Bitter. In Dresden streifte sich der 26-jährige Rückraumspieler zum ersten Mal das HSV-Trikot über und fühlte sich gleich wohl: „Ich bin super von der Mannschaft aufgenommen worden." Natürlich sitze noch nicht jeder Spielzug, aber das würde noch werden. „Wir haben viel vor." In der kommenden Saison soll es mit dem Titel klappen. Nicht nur er war von der Stimmung in der Margon-Arena begeistert. „Ich habe schon vor zwei Jahren mal vor Dresdner Publikum gespielt. Deshalb wusste ich schon was mich erwartet." Auch HSV-Präsident Andreas Rudolph war voll des Lobes: „Pirna hat eine sensationelle Leistung gezeigt. Auf dem Spielfeld und auf den Rängen." Während Kraus der einzige Neuzugang der Hamburger bleiben wird („Das wir Mimmi Kraus holen, stand schon ein Dreivierteljahr fest."), gibt es bei Lok gleich drei neue Gesichter. Der Skandinavier Henri Auer musste allerdings das Spiel von der Bank aus verfolgen. Seine Spielgenehmigung liegt noch nicht vor. Einen guten Einstieg hatte dagegen der Kroate Dino Dragicevic, der sich als allererster in die Torschützenliste eintragen durfte. Gleich zehnmal traf für die Pirnaer der 23-jährige Jürgen Steinscherer und war am Ende selbst von seiner Leistung überrascht. „Es lief heute sensationell. Wenn man so eine Mannschaft zu Gast hat, ist man doppelt motiviert. Das Spiel war ein echtes Highlight." Premiere im Pirna-Tor feierte Sven Grathwohl. Die eigentliche Nummer 1, Jan Resimius, musste nach seiner Sperre im Publikum Platz nehmen. „Schön ist es nicht, bei so einem Spiel auf der Bank zu sitzen", gestand er. Der Verein habe aber gegen die Sperre Einspruch eingelegt. Nun hoffe man, dass er zum Saisonstart am 11. September gegen den HC Bad Neustadt wieder zwischen den Pfosten stehen darf. Andernfalls beginnt die Saison für ihn erst nach dem 30. Oktober. Die Ziele für des Drittligisten sind klar gesetzt. „Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, damit wir auch in der übernächsten Saison in dieser Liga spielen können," so Trainer Zenk. Jetzt hat die Mannschaft erst einmal acht Tage Urlaub bevor es in die letzte, fünfwöchige Vorbereitungsphase geht.
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Foto: Ulrich Löser
Premiere im Pirna-Tor feierte Sven Grathwohl.
© DNN-Online, 30.07.2010, 22:58 Uhr
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