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Schlafmangel als Ursache für Übergewicht und Depressionen? Uniklinik sucht Versuchspersonen
Leipzig. Dem Zusammenhang zwischen Schlafrhythmus, Übergewicht und Depressionen sind derzeit Wissenschaftler des Universitätsklinikums Leipzig auf der Spur. Für damit verbundene Untersuchungen suchen die Forscher nun Versuchspersonen.
Die Mitarbeiter des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) für AdipositasErkrankungen konnten bisher nachweisen, dass ein erhöhter Spiegel an so genannten Zytokinen – das sind Eiweißmoleküle des Immunsystems, die für die Abwehr zuständig sind - zu Depressionen führen kann. Eine antidepressive Therapie verringere hingegen die Produktion dieser Botenstoffe.
„Dieses Ergebnis ist für uns sehr spannend“, so der leitende Wissenschaftler Hubertus Himmerich. „Wir wissen aus anderen Studien, dass eben diese Zytokine vermehrt bei stark Übergewichtigen vorkommen, sie werden wahrscheinlich als Antwort auf die großen Fettmassen gebildet.“ Es sei also davon auszugehen, dass bei der Entstehung von Depressionen bei stark übergewichtigen Personen diese Eiweißmoleküle eine große Rolle spielen.
Jedoch rufe auch Schlafmangel die Bildung von Zytokinen hervor und bewirke zudem die Ausschüttung des Appetit fördernden Hormons Ghrelin. Somit könnte ebenso zu wenig Schlaf die eigentliche Ursache für Übergewicht und in Folge dessen für Depressionen sein. Erschwerend käme hinzu, dass - wie weitere Studien zeigen - atypische Depressionen Heißhunger fördern und zugleich das Schlafbedürfnis erhöhen.
„Es ist unser Ziel, in dieses Wirrwarr ein bisschen mehr Licht zu bringen“, so Himmerich. Am IFB soll daher ab sofort das Zusammenspiel zwischen der Regulation von Wachheit, Schlaf, Adipositas (Fettleibigkeit) und Depressionen erforscht werden.
„In diesem Zusammenhang suchen wir noch gesunde, normalgewichtige Probanden zwischen 30 und 60 Jahren“, so Himmerich weiter. Die Untersuchungen seien für die Wissenschaftler wichtig, um herauszufinden, was Henne und was Ei ist. Denn bisher sei unklar, ob Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus Ursache oder Folge der Depression sind, Übergewicht zur Depression führt oder beispielsweise eine atypische Depression die Ursache für die Gewichtszunahme darstellt.
Die Untersuchungen sollen etwa drei Stunden dauern und Fragen, Konzentrationsaufgaben sowie eine EEG-Messung beinhalten. Pro Stunde gibt es eine Aufwandsentschädigung von sieben Euro.
Interessierte können sich unter oder von Montag bis Freitag zwischen 9 und 10 Uhr unter der Telefonnummer (0341) 972 45 35 melden.
Die Mitarbeiter des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) für AdipositasErkrankungen konnten bisher nachweisen, dass ein erhöhter Spiegel an so genannten Zytokinen – das sind Eiweißmoleküle des Immunsystems, die für die Abwehr zuständig sind - zu Depressionen führen kann. Eine antidepressive Therapie verringere hingegen die Produktion dieser Botenstoffe.
„Dieses Ergebnis ist für uns sehr spannend“, so der leitende Wissenschaftler Hubertus Himmerich. „Wir wissen aus anderen Studien, dass eben diese Zytokine vermehrt bei stark Übergewichtigen vorkommen, sie werden wahrscheinlich als Antwort auf die großen Fettmassen gebildet.“ Es sei also davon auszugehen, dass bei der Entstehung von Depressionen bei stark übergewichtigen Personen diese Eiweißmoleküle eine große Rolle spielen.
Jedoch rufe auch Schlafmangel die Bildung von Zytokinen hervor und bewirke zudem die Ausschüttung des Appetit fördernden Hormons Ghrelin. Somit könnte ebenso zu wenig Schlaf die eigentliche Ursache für Übergewicht und in Folge dessen für Depressionen sein. Erschwerend käme hinzu, dass - wie weitere Studien zeigen - atypische Depressionen Heißhunger fördern und zugleich das Schlafbedürfnis erhöhen.
„Es ist unser Ziel, in dieses Wirrwarr ein bisschen mehr Licht zu bringen“, so Himmerich. Am IFB soll daher ab sofort das Zusammenspiel zwischen der Regulation von Wachheit, Schlaf, Adipositas (Fettleibigkeit) und Depressionen erforscht werden.
„In diesem Zusammenhang suchen wir noch gesunde, normalgewichtige Probanden zwischen 30 und 60 Jahren“, so Himmerich weiter. Die Untersuchungen seien für die Wissenschaftler wichtig, um herauszufinden, was Henne und was Ei ist. Denn bisher sei unklar, ob Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus Ursache oder Folge der Depression sind, Übergewicht zur Depression führt oder beispielsweise eine atypische Depression die Ursache für die Gewichtszunahme darstellt.
Die Untersuchungen sollen etwa drei Stunden dauern und Fragen, Konzentrationsaufgaben sowie eine EEG-Messung beinhalten. Pro Stunde gibt es eine Aufwandsentschädigung von sieben Euro.
Interessierte können sich unter oder von Montag bis Freitag zwischen 9 und 10 Uhr unter der Telefonnummer (0341) 972 45 35 melden.
© DNN-Online, 31.08.2010, 17:54 Uhr
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