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Fernsehturm Dresden: Warum haben Berlin und Schwerin was den Dresdnern verwehrt bleibt?
Dresden. Im Fall Dresdner Fernsehturm ist Stillstand eingekehrt. Wie Reinhard Holzapfel, persönlicher Referent des Wirtschaftsbürgermeisters Dirk Hilbert (FDP), am Donnerstag gegenüber DNN-Online bestätigte, hat der potenzielle private Investor der Stadt noch immer keinen Finanz- und Businessplan vorgelegt. Diesen hatte Holzapfel bereits für Mitte August angekündigt.
Dass der von den Dresdnern geliebte Fernsehturm auf dem Wachwitzer Elbhang je wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, bleibt so wohl noch für lange Zeit ein Traum. Georg von Wagner, Pressesprecher der Telekom, stellt noch einmal heraus warum seiner Ansicht nach die Wiederbelebung schwieriger ist als bei vergleichbaren Objekten in Berlin und Schwerin.
Die Telekom, dessen Tochterunternehmen, die Deutsche Funkturm GmbH, das Kulturdenkmal betreibt, verweist auf hohe Sanierungskosten von bis zu 15 Millionen Euro und die ungünstigen Gegebenheiten wie der abgelegene Standort und eine schlechte Infrastruktur.Viele Dresdner sehen dies, wie Leserzuschriften an die DNN zeigen, nur als Ausrede. Sie ziehen Vergleiche zu anderen, für die Öffentlichkeit zugänglichen, Funktürmen, wie dem beliebten Berliner Fernsehturm oder dem Schweriner Funkturm, in dem sogar ein Restaurant mit voll funktionierender Küche in 97,5 Meter Höhe betrieben wird. Vergleicht man die beiden Beispiele mit dem Dresdner Turm, zeigen sich entscheidende Unterschiede. Der Schweriner Fernsehturm, der laut Telekomsprecher von Wagner im Jahr bis zu 20.000 Besucher anzieht, unterscheidet sich in seiner Konzeption maßgeblich vom Dresdner. In Schwerin sei ein zweiter Rettungsweg vorhanden, der in Dresden nach heutigen Vorschriften erst geschaffen werden müsse. Dies habe es seinerzeit erleichtert, in Schwerin den Zugang für Besucher zu erhalten, so von Wagner. Als Eintritt wird in Schwerin 1,50 Euro pro Person gefordert. Für Gruppen ab 10 Personen reduziert sich der Preis auf 1 Euro. Damit sich der Betrieb in Dresden rechne, müsse laut von Wagner ein Preis von acht Euro verlangt werden. Auch ein Besuch des Berliner Fernsehturms gestaltet sich mit 10,50 Euro recht kostspielig. Wie in Dresden darf auf Grund der geltenden Brandschutzverordnungen im Turm selber keine Küche in Betrieb sein. Das heißt, alle im Restaurant angebotenen Speisen werden außerhalb zubereitet und dann zum Funkturm transportiert. Dafür sei eine enorme Infrastruktur von Nöten, wie von Wagner DNN-Online mitteilte. Zudem sei auch die Lage entscheidend. Der Berliner Touristenmagnet liegt Mitten im Zentrum und ist so sehr gut zu erreichen. Das Dresdner Wahrzeichen dagegen steht auf dem Wachwitzer Elbhang. Die Verkehrsanbindung mit nur einer Buslinie sei unzureichend. So braucht man vom Stadtzentrum aus etwa eine dreiviertel Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Förderverein Fernsehturm Dresden e.V. zeigt sich von dieser Argumentation jedoch unbeeindruckt. Die Mitglieder beschlossen auf ihrer letzten Vereinssitzung am 19. August eine neue Briefaktion durchzuführen, bei der an Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichen Leben appelliert werden soll. Dies sei, laut Vereinsvorsitzenden Eberhard Mittag, die bereits Dritte seit der Gründung des Vereins 2004. Mittag und seine Mitstreiter setzen sich aktiv für die Wiedereröffnung des Dresdner Fernsehturms ein. Der Fall des Dresdner Fernsehturms war Anfang August wieder in die Schlagzeilen geraten, als DNN-Online von Holzapfel die Information erhielt, dass es einen neuen Interessenten gäbe, der den Funkturm wieder der Öffentlichkeit zu gängig machen wolle.
Dass der von den Dresdnern geliebte Fernsehturm auf dem Wachwitzer Elbhang je wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, bleibt so wohl noch für lange Zeit ein Traum. Georg von Wagner, Pressesprecher der Telekom, stellt noch einmal heraus warum seiner Ansicht nach die Wiederbelebung schwieriger ist als bei vergleichbaren Objekten in Berlin und Schwerin.
Die Telekom, dessen Tochterunternehmen, die Deutsche Funkturm GmbH, das Kulturdenkmal betreibt, verweist auf hohe Sanierungskosten von bis zu 15 Millionen Euro und die ungünstigen Gegebenheiten wie der abgelegene Standort und eine schlechte Infrastruktur.
© DNN-Online, 02.09.2010, 12:50 Uhr
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