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Stadtrat stimmt für Projekt am DVB-Hochhaus - Handels-Kröte schlucken für Denkmal-Sanierung
Dresden. Man müsse die Kröte schlucken, dass viel neuer Handel komme und die Verkehrsanbindung vielleicht nicht optimal sei, damit endlich das marode denkmalgeschützte DVB-Hochhaus am Albertplatz saniert werde könne. Das war ein Tenor der Befürworter des Projektes der DresdenBau und Projektierungsgesellschaft. 37 Ja-Stimmen erntete das Vorhaben aus den Reihen der CDU und FDP mit Einzelstimmen aus der Bürgerfraktion und Abweichlern anderer Fraktionen. Es gab 30 Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Der Stadtrat folgte damit dem Mehrheitsvotum zweier Ausschüsse (Wirtschaft und Bau), die sich für das umstrittene Projekt „Einkaufszentrum und Bürgerhaus" am Albertplatz ausgesprochen hatten (DNN berichteten). Endgültig entschieden ist damit jedoch noch nichts. Jetzt werden die Pläne erst einmal offengelegt und die Träger öffentlicher Belange befragt, bevor der Stadtrat Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres abschließend befindet. Für Regine Töberich von der DresdenBau und Projektierungsgesellschaft hat der Beschluss jedoch den Vorteil, jetzt die Grundstücke mit einiger Sicherheit und Zuversicht für das Projekt kaufen zu können. Sie muss knapp vier Millionen Euro in den Immobilienerwerb vorinvestieren. Die DresdenBau hat die Zufahrten zur Tiefgarage mit 450 Stellplätzen umgeplant. Die Autos sollen auch über den Turnerweg in den Parkkeller fahren und ihn über den Turnerweg sowie in Richtung „Königsbrücker" verlassen können. Zwar bleibt es bei den 7000 Quadratmetern Geschäftsfläche, doch wird der Ankermieter, ein Handelsriese, nicht mehr 5000 Quadratmeter erhalten, sondern „nur noch" rund 3500 Quadratmeter. Für die SPD bleibt das Vorhaben zu groß und zu schädlich für den etablierten Handel in der Neustadt. Die Grünen halten die Verkehrsanbindung für abenteuerlich. „Es besteht die Gefahr, dass sich die gesamte Neustadt an dieser Kröte, die hier geschluckt werden soll, verschlucken könnte", unkte André Schollbach (Linke). Die Ansiedlung sei zu groß, so Schollbach. Die Attraktivität insgesamt werde gesteigert, hielt die FDP entgegen. Außerdem werde endlich die Brache revitalisiert.
© DNN-Online, 03.09.2010, 16:23 Uhr
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