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Zu wenig Sonne, zu viel Regen: Die Meinungen der Dresdner über den August

Bettina Winkler

  • Im August ein gewohnter Anblick: Pfützen auf der Brühlschen Terasse.
    Foto: dpa
    Im August ein gewohnter Anblick: Pfützen auf der Brühlschen Terasse.
Dresden. Die meisten Befragten erinnern sich noch gut an die vielen verregneten Sommertage und einige nehmen das dem August sogar übel. „Wenigstens am Tag der Schuleinführung hätte die Sonne mal scheinen können", beklagt sich Juliane Staemmler, Mutter von zwei Kindern. Ihre ältere Tochter Emma feierte Anfang August ihre Schuleinführung, aber das Wetter meinte es mit ihr und vielen anderen ABC-Schützen nicht gut.

Die unzähligen Wassermengen, die da vom Himmel kamen und Menschen missmutig werden ließen, wurden vom Deutschen Wetterdienst mit durchschnittlich 206 Litern pro Quadratmeter im Freistaat Sachsen angegeben. Damit liegt Sachsen deutlich über den restlichen Bundesländern. Der bundesweite Mittelwert betrug rund 157 Liter. Auch im eigenen Vergleich liegt Sachsen weit über dem eigentlichen Maßstab, normalerweise fallen im August nur 78 Liter Regen.



Aufgrund der starken Regenfälle kam es Anfang August sogar zu Überschwemmungen an der Elbe, so dass die Bühnen vom Elbufer-Filmfestival in Dresden vorübergehend abgebaut werden mussten. Dass wegen der Wetterkapriolen verstärkt Mücken aufkommen, konnten Experten nicht bestätigen. Klaus Schildberger, Professor für Tierpsychologie an der Universität Leipzig, will nicht von einer Mücken- oder Spinnenplage sprechen. „Der vergangene Winter war wegen der niedrigen Temperaturen ziemlich hart. Das hat der Entwicklung der Mücken aber nicht geschadet", so Schildberger. Den Beweis liefern die Tiere im Dresdner Zoo, denn diese haben nach Aussage der Tierpfleger keine Probleme mit den Stechviechern.

Madeleine Kühne empfand den August „nicht gerade als meinen Traum-Spätsommer" und hätte gern mehr warme und sonnige Tage gehabt. Mit Sonnenschein konnte Sachsen auch nicht glänzen: Die Sonne strahlte mit 144 Stunden im deutschen Vergleich durchschnittlich normal lang auf Sachsen herab. Jedoch lag sie damit hinter ihrem sächsischen Durchschnittswert von 194 Stunden.

Über die weiteren Aussichten vom Leipziger Wetterdienst können sich Sonnenanbeter aber freuen. „In ganz Sachsen bleibt es die nächsten Tage heiter, gebietsweise kann mit einem lockeren Mix aus Wolken und Sonnenschein gerechnet werden", teilte der Meteorologe Helge Tuschy am Montag mit. Die Nächte werden klar, aber frisch sein und mit Tiefsttemperaturen von fünf Grad sowie Bodenfrost muss gerechnet werden. Der Dienstag soll trocken bleiben, auch wenn vermehrt Wolkenfelder auftreten können, so Tuschy weiter. Zum Mittwoch hin kann mit ersten kleinen Regentropfen gerechnet werden, die sich dann am Donnerstag zu kleineren Schauern ausweiten. Die Temperaturen bleiben über die Tage immer angenehm zwischen 18 bis 20 Grad.

© DNN-Online, 06.09.2010, 17:08 Uhr
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