Nachrichten
> Kinderbahn "Lottchen" soll ins DDR-Museum und geriet zum Zankapfel
Aktuell
Kinderbahn "Lottchen" soll ins DDR-Museum und geriet zum Zankapfel
Pirna. „,Lottchen‘ kommt..." - an die geplante Ankunft der durch einen moderneren Tatra-Wagen ersetzten Dresdner Kinderbahn im Pirnaer DDRMuseum erinnern bis dato nur das bereits gegossene Betonfundament für „Lottes" neuen Standplatz auf dem Gelände an der Rottwerndorfer Straße sowie eine Ankündigung von Anfang August auf der Museums-Homepage. Das über 50 Jahre alte Kultobjekt sollte im DDR-Museum sein „Gnadenbrot" bekommen, für Mitte August war die Überführung vom derzeitigen Standort in Dresden-Tolkewitz nach Pirna geplant - doch „Lottchen" lässt bis heute auf sich warten. Für 1000 Euro hatte DDR-Museums-Chef Conny Kaden die Bahn im Juli von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) gekauft, „Lottchen" sollte in der Region bleiben und weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich sein. Doch der scheinbar perfekte Deal geriet zwischenzeitlich zur unschönen Nervenprobe.
Conny Kaden weigerte sich, die Bahn abzuholen - aus guten Gründen, wie er sagt. „Wir mussten feststellen, dass wichtige Originalbauteile aus der Bahn verschwunden waren, die zum Kaufzeitpunkt noch da waren. Es fehlten ausgerechnet die kultigen Zahlboxen für die Fahrkarten und auch das Kupplungsschutzblech mit dem ‚Lottchen‘- Schriftzug." Schon bei der letzten Fahrt der Kinderbahn im Juli in Dresden, der der Museumsleiter beiwohnte, will Conny Kaden vom Bahnfahrer gewarnt worden sein: „Nehmt bloß die Zahlboxen raus, das sind begehrte Sammlerobjekte, sonst kommen die noch weg." Er sollte Recht behalten. Kaden hatte viel vor. Er wollte „Lottchen" zum Leben erwecken, mit nachgestelltem Bahnpersonal in originalgetreuen Uniformen sowie zeitgemäß ausstaffierten Passagieren. Das Fehlen der „identitätsstiftenden Einbauten" wollte er so nicht hinnehmen und forderte von den DVB Ersatz. „Ohne diese Originalteile hätte ich die Bahn nie genommen. Und wer kauft denn schon gern eine ‚gefledderte Leiche‘?", meinte der Pirnaer verärgert.
Doch die Verkehrsbetriebe wiesen jegliche Verantwortung von sich, pochten nach Aussage Kadens stur auf Abnahme. Der war sauer: „Dort tut niemand dergleichen. Weder hat man sich bemüht, das Verschwinden der Originale wirklich aufzuklären, noch zeigte man sich kooperativ. Nicht mal eine Entschuldigung gab es bislang." Der 47-Jährige fühlte sich von den DVB im Stich gelassen. 4000 Euro hatte er bereits in Umbaumaßnahmen für „Lottchen" am Standort investiert, weitere 2000 Euro sollten für die Schienen sowie den Transport nach Pirna fällig werden - „Und dann so was, hier hängt jetzt alles in der Luft, die Leute fragen schon ständig an", so der Ostalgie-Begeisterte.
Auf Nachhaken der DNN hin kam es nun, nachdem der Streit ums „Lottchen" zwischenzeitlich bizarre Züge anzunehmen drohte, offenbar zur glücklichen Wende: „Das vermisste Schutzblech hat sich eingefunden und kann abgeholt werden. Was die beiden Zahlboxen angeht, bieten wir Herrn Kaden wahlweise eine Nachlieferung oder aber einen Preisnachlass an", lenkte Winfried Oelmann, Sprecher der DVB, gestern gegenüber den DNN ein. Man sei sehr an einer glücklichen Beilegung des Konfliktes interessiert. Herr Kaden werde in den nächsten Tagen ein entsprechendes Angebot erhalten, sicherte Winfried Oelmann zu. Conny Kaden, von dem aus seiner Sicht bislang wenig fruchtbaren Verlauf der Auseinandersetzung sichtlich ernüchtert, zeigte sich von der unerwarteten Kehrtwende der DVB erfreut, aber auch überrascht: „Nachdem man wochenlang auf keinen meiner Kompromissvorschläge eingehen wollte, hatte ich so plötzlich mit einem solchen Angebot überhaupt nicht gerechnet. Erstaunlich, großartig. Mir fällt ein Stein vom Herzen." Nun kann „Lottchen" also kommen. Schön, dass wir vermitteln konnten.
Conny Kaden weigerte sich, die Bahn abzuholen - aus guten Gründen, wie er sagt. „Wir mussten feststellen, dass wichtige Originalbauteile aus der Bahn verschwunden waren, die zum Kaufzeitpunkt noch da waren. Es fehlten ausgerechnet die kultigen Zahlboxen für die Fahrkarten und auch das Kupplungsschutzblech mit dem ‚Lottchen‘- Schriftzug." Schon bei der letzten Fahrt der Kinderbahn im Juli in Dresden, der der Museumsleiter beiwohnte, will Conny Kaden vom Bahnfahrer gewarnt worden sein: „Nehmt bloß die Zahlboxen raus, das sind begehrte Sammlerobjekte, sonst kommen die noch weg." Er sollte Recht behalten. Kaden hatte viel vor. Er wollte „Lottchen" zum Leben erwecken, mit nachgestelltem Bahnpersonal in originalgetreuen Uniformen sowie zeitgemäß ausstaffierten Passagieren. Das Fehlen der „identitätsstiftenden Einbauten" wollte er so nicht hinnehmen und forderte von den DVB Ersatz. „Ohne diese Originalteile hätte ich die Bahn nie genommen. Und wer kauft denn schon gern eine ‚gefledderte Leiche‘?", meinte der Pirnaer verärgert.
Doch die Verkehrsbetriebe wiesen jegliche Verantwortung von sich, pochten nach Aussage Kadens stur auf Abnahme. Der war sauer: „Dort tut niemand dergleichen. Weder hat man sich bemüht, das Verschwinden der Originale wirklich aufzuklären, noch zeigte man sich kooperativ. Nicht mal eine Entschuldigung gab es bislang." Der 47-Jährige fühlte sich von den DVB im Stich gelassen. 4000 Euro hatte er bereits in Umbaumaßnahmen für „Lottchen" am Standort investiert, weitere 2000 Euro sollten für die Schienen sowie den Transport nach Pirna fällig werden - „Und dann so was, hier hängt jetzt alles in der Luft, die Leute fragen schon ständig an", so der Ostalgie-Begeisterte.
Auf Nachhaken der DNN hin kam es nun, nachdem der Streit ums „Lottchen" zwischenzeitlich bizarre Züge anzunehmen drohte, offenbar zur glücklichen Wende: „Das vermisste Schutzblech hat sich eingefunden und kann abgeholt werden. Was die beiden Zahlboxen angeht, bieten wir Herrn Kaden wahlweise eine Nachlieferung oder aber einen Preisnachlass an", lenkte Winfried Oelmann, Sprecher der DVB, gestern gegenüber den DNN ein. Man sei sehr an einer glücklichen Beilegung des Konfliktes interessiert. Herr Kaden werde in den nächsten Tagen ein entsprechendes Angebot erhalten, sicherte Winfried Oelmann zu. Conny Kaden, von dem aus seiner Sicht bislang wenig fruchtbaren Verlauf der Auseinandersetzung sichtlich ernüchtert, zeigte sich von der unerwarteten Kehrtwende der DVB erfreut, aber auch überrascht: „Nachdem man wochenlang auf keinen meiner Kompromissvorschläge eingehen wollte, hatte ich so plötzlich mit einem solchen Angebot überhaupt nicht gerechnet. Erstaunlich, großartig. Mir fällt ein Stein vom Herzen." Nun kann „Lottchen" also kommen. Schön, dass wir vermitteln konnten.
© DNN-Online, 08.09.2010, 08:38 Uhr
Social Bookmarks:
Oops die Fehlerbox
Ihre Meinung ist uns wichtig
Sollten Sie einen Fehler gefunden oder eine Anmerkung für uns haben, sind wir dankbar für alle Hinweise. Schicken Sie uns eine E-Mail an:
desk@dnn-online.deLinkempfehlungen
Günstige KFZ Versicherung online finden.
Immer die tagesaktuellen Zinssätze. Jetzt Kreditvergleich nutzen.
Jetzt Kredit Vergleich erstellen und billigen Kredit beantragen.
Auf Partnersuche gehen im Internet nicht nur junge Singles - finden Sie Ihren Traumpartner bei Parship - die Seriöse Partnervermittlung
Stromanbieter vergleichen mit dem online Strom Rechner
Wir führen genau die Anhängerkupplung die Sie sich vorgestellt haben
Google SEO von Experten






