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Hintergrund: Der Dresdner Zwinger

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  • Der Innenhof des Dresdner Zwingers
    Foto: DNN
    Der Innenhof des Dresdner Zwingers
Dresden. Der Dresdner Zwinger ist eine historische Anlage im Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt. Das zunächst zur Elbe hin offene Gebäudeensemble war zwischen 1709 und 1728 im Auftrag des legendären sächsischen Kurfürsten August der Starke (1670-1733) von Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1736) errichtet und von Bildhauer Balthasar Permoser (1651-1732) ausgestaltet worden.

Der symmetrische und mit vier Brunnenbecken versehene Hof wird von zwei runden und vier rechteckigen Pavillons umrahmt, die durch mehrere Bogen- sowie eine Langgalerie verbunden sind. Einer der runden Pavillons ist mit einem Glockenspiel aus Meissener Porzellan versehen. Auf Balustraden, Attika und Nischen sowie Konsolen stehen fast 700 Skulpturen überwiegend frei. 49 sind Originale aus der ersten Bauzeit, 73 weitere Skulpturen stammen aus späteren Bauzeiten.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Nordseite mit der von Architekt Gottfried Semper entworfenen Gemäldegalerie im Stil der italienischen Hochrenaissance geschlossen. Der Zwinger, der für höfische Feste und zur Aufbewahrung der herrschaftlichen Sammlungen diente, war im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und mit zahlreichen Spenden bis 1963 mühsam wieder aufgebaut worden. Wegen fehlenden Geldes konnten zu DDR-Zeiten aber nur Teile überholt werden.

Pavillons und Galerien beherbergen die Porzellansammlung und ab Frühjahr 2013 wieder den Mathematisch-Physikalischen Salon. Die Sempergalerie ist das Domizil der Gemäldegalerie Alte Meister sowie bis Herbst noch der Rüstkammer, die dann ins Schloss zurückkehrt.


© DNN-Online, 20.04.2012, 12:42 Uhr
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